RHEUMA


Zwei Prozent unserer Bevölkerung leiden an "Rheuma". Schwerste Verlaufsformen mit völligem Funktionsverlust können heute meist vermieden werden. Hierzu steht modernste Diagnostik zur Verfügung.

Jede symmetrische Gelenkschwellung, die länger als 6 Wochen andauert, kann auf "Rheuma" hinweisen! Die unverzügliche Abklärung durch den Rheumatologen rettet wertvolle Zeit.

Rheumatische Erkrankungen befallen neben Gelenken und Wirbelsäule auch Muskulatur und Sehnen.

Gemeinsames Kennzeichen dieser Erkrankungen ist die Entzündung. Zur Entzündung kommt es, da sich die körpereigene Abwehr gegen eigenes Gewebe richtet: das Immunsystem erkennt das eigene Gewebe nicht mehr und versucht es zu zerstören.

Zu den rheumatischen Erkrankungen gehören entzündliche Gelenkerkrankungen sowie Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen).

Die häufigsten entzündlichen Gelenkerkrankungen sind die rheumatoide Arthritis, die Psoriasisarthritis (Schuppenflechtenarthritis) sowie die Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew).

Im Rahmen einer Kollagenose sind im Gegensatz zu den Gelenkerkrankungen überwiegend Muskulatur, Blutgefäße und Haut Orte der Entzündung.



Diagnostik bei rheumatischen Erkrankungen umfasst:

- intensives Gespräch mit dem Patienten (Anamnese)

- schrittweise und gründliche körperliche Untersuchung
 
(gemäß Kriterien des ACR) mit Funktions- und
  Schmerzanalyse sowie neurologischer Testung

- befundadäquate Bilddiagnostik (Röntgen, Ultraschall,
  ggf. Kernspintomographie oder Computertomographie)

- Blutlaboranalyse

- differentialdiagnostische Schmerzanalyse

- ggf. Hinzuziehen von Spezialisten angrenzender
  Fachdisziplinen

- interdisziplinäres Denken

 



nach oben
drucken